Frauen, die visualisieren: Sandra Dirks

“Mein wichtigster Tipp ist: Besorge dir vernünftiges Material.”

Sandra Dirks im Interview

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Auch diesen Monat präsentiere ich euch wieder eine wunderbare Frau, die visualisiert. Ich habe Frauen gebeten mir Fragen rund um die Themen Sketchnotes, Bullet Journaling, Graphic Recording oder Flipchartgestaltung zu beantworten.

Bisher veröffentlichte Interviews findest du hier:

 

Diesmal hat sich Sandra Dirks im Interview meinen Fragen über Flipchartgestaltung gestellt. Yippphie!

Sie ist euch in diesem Internet bestimmt auch schon über den Weg gelaufen: bunte Farben, gezielt eingesetzt auf Mini-Flipcharts mit immer neuen Ideen, wie diese sich gestalten lassen. Woher nimmst du diese Inspiration, liebe Sandra?

Ich finde es wunderbar ihre Videos in Social Media zu sehen und die gestalteten Flipcharts zu betrachten. Sie sind ganz easy (nagut, mit ein bisschen Übung) nachzumachen, da es ja Anleitungen dazu gibt! Hüpft mal zu ihr rüber.

Aber erst, wenn ihr hier weiter gelesen gabt 😉

Interview mit Sandra Dirks

In der Sketchnote seht ihr meine Zusammenfassung vom Interview. Ausführlicher kannst du es ab hier lesen:

Wer bist du, was machst du und wo kann man dir folgen?

Sandra: Ich bin Sandra Dirks und ich blogge und vlogge (bald auch wieder regelmäßig auf YouTube), um dir alles rund ums Flipchart zu zeigen.

Du findest mich auf meiner Webseite: www.sandra-dirks.de, bewegt auf Youtube und hoffentlich inspirierend auf Instagram.

 

Welchen Tipp gibst du Anfänger*innen fürs Flipchart gestalten?

Sandra:  Mein wichtigster Tipp ist: Besorge dir vernünftiges Material. Ich höre es raunen: “Jaaa klar, DIE macht ja auch da für Neuland…!” – Aber es ist einfach etwas anderes, wenn du dir deine Lieblingsfarben bestellst, in verschiedenen Markerausführungen. Dann probierst du nach Lust und Laune die Tipps und Tricks der Profis aus, denen du folgst. Das macht viel mehr Spaß, als mit einem Billigsparpaket voller Rundspitzenmarker in grün, blau, rot und schwarz. Außerdem siehst du schneller Erfolgserlebnisse, wenn du Spaß hast.

 

Was war dein größter Aha-Effekt beim Flipcharts erstellen?

Sandra: Es gibt viele Aha-Effekte. Wenn man z.B. das Zeichnen wiederentdeckt, das man als verloren geglaubte Fähigkeit schon aufgegeben hatte. Dabei stellt man dann fest, dass man jawohl zeichnen kann. Klar, eher in so einem an Comics angelehnten Piktogrammstil, aber was will man mehr? 

Der größte Aha-Effekt in Bezug auf das Material ist die Erfindung und die Benutzung des grauen Stiftes, um Schatten zu zeichnen. Dafür bin ich Martin Haussmann und seinem Bikablo heute noch dankbar. Auch wenn ich beschlossen habe, dass der Schatten für mich jetzt wieder von oben rechts auf mein Flipchart scheint. 😉 

 

Was hättest du gern am Anfang schon gewusst?

Sandra: Ich hätte mir gerne früher die Erlaubnis gegeben, mich von IHK-Ratgebern und -Prüfern freizumachen, um ein Flipchart nicht als Liste mit der 7-Zielen-Regel zu benutzen, sondern es als frei anzusehen. Es ist unglaublich, was dazu für ein Mist im Umlauf ist. Klar gibt es grundsätzlich Gestaltungsregeln, aber damit sind eben nicht diese langweiligen und spießigen Flipchart-Aufzählungen gemeint.

Erst als das für mich klar war, habe ich angefangen, richtig Spaß am Flipchart zu entwickeln. Schaurig, oder?

Was magst du am liebsten am  Flipchart-gestalten?

Sandra: Im Moment arbeite ich gerade wieder viel an meiner Schrift. Verschiedene Stile, verschiedene Marker, klasse. Hier gibt es immer wieder etwas zu entdecken.
Ich danke dem Trend zum Lettering für die Inspiration, die jetzt von allen Seiten auf mich einwirkt. Ich genieße das.
Schließlich darf die Fähigkeit zum Einsatz von Bildern so ein Flipchart nicht zum Bilderrätsel machen. Also wohldosierter Einsatz ist hier wichtig.

Für mich ist die Schrift immer auch noch wichtiger, als die kleinen Bildchen oder Icons.
Obwohl ich auch immer gerne neue Bilderwelten erforsche.

Was am wenigsten?

Sandra: Dass ich nach 20 Jahren immer noch nicht in der Lage bin, ein Flipchart so gerade an der Perforation abzureißen, dass es nicht einreißt.

Was war dein coolster/aufregendster/ungewöhnlichster Auftrag?

Sandra: Da fällt mir gar nichts zu ein. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass etwas besonders cool, ungewöhnlich oder besonders doof war, in Bezug auf Flipchartgestaltung. 

Ansonsten gab es schon den einen oder anderen Trainingsauftrag ganz allgemein, auf den ich in den letzten 20 Jahren gerne verzichtet hätte. Zum Glück habe ich alle diese Themen jetzt gestrichen! Ich freue mich immer noch wie dolle, dass ich für Neuland bloggen darf, über all die wunderbaren Materialien, die Informationen zum Thema aus der ganzen Welt. Dazu gehören auch die Videos. Vor allem auf Englisch, da stehe ich ja voll und ganz zu meinen Fehlern. Das ist schon auch aufregend, macht aber ganz viel Spaß, hat eher Bezug zum Material, als zum Gestalten des Flipcharts. 

Lief schon mal was komplett schief? Und wie hast du darauf reagiert?

Sandra: Mir passiert im Seminar schon mal, dass etwas daneben geht und dann echt doof aussieht. Damals hier mit Sabine Dinkel im Workshop, da haben wir es mit sehr viel Humor genommen. In diesem Tweet hat Sabine das für die Ewigkeit festgehalten. (siehe Bild)

Es nützt ja nichts, man kann es nicht ändern. Zum Glück bin ich bisher von anderen Katastrophen verschont geblieben.

 

Mit welchem Material arbeitest du am liebsten?

Sandra: Ich liebe meine TopCharts (Neuland), davon habe ich mehrere. Die sind handlich und man kann sie überall hinschleppen. Sie lassen sich auch viel leichter ins Video bringen.

Was ist dein Lieblingssymbol/icon und warum?

Sandra: Ich habe kein richtiges Lieblingssymbol. Ich mag aber am liebsten den Kreis als Basis, weil man daraus so viele schöne Dinge zaubern kann.

Was hast du als nächstes vor? Wie geht es bei dir weiter?

Sandra: Ich werde wieder mehr bloggen und auch auf YouTube präsenter sein. Meine Onlinekurse werde ich endlich auf einer Plattform zusammen haben. Das ist gefühlt der 100. Umzug meiner Onlinekurse, aber bei Elopage habe ich hoffentlich eine langfristige Plattform gefunden, die alle Anforderungen erfüllt. Bisher zumindest. 

Am 01. Februar 2019 wird es hier in Braunschweig auch wieder eine meiner “Stiftvisiten” geben. So heißt mein Flipcharttraining.

Vielen Dank, liebe Sandra, für das wunderbare Interview und das zur Verfügung stellen der Fotos und Bilder.

Viel Erfolg bei deinen weiteren Vorhaben und hoffentlich bis bald!


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Wenn Du einen Wunsch hast, welche Frau auf keinen Fall in meiner Interviewserie fehlen, soll, dann schreibe das gerne in die Kommentare oder sende mir eine E-Mail an info@katharinabluhm.de.


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2 Gedanken zu „Frauen, die visualisieren: Sandra Dirks

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